Förderkreis Neue Orgel St. Bonifatius e. V.

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Dank Ihrer Hilfe ist die neue "Perle der Empore"

ein grandioses, ganz besonderes Instrument!


Unterstützen Sie die neue Orgel der

St. Bonifatius Kirche in Gießen.


Infos zur Orgelpatenschaft
Martin Schindler, stellv. Verwaltungsratsvorsitzender Gisela Zimmermann, Pfarrgemeinderatsvorsitzende Pfarrer Wahl Ralf Stiewe Curt Kleinschnitz Fotos: Fotoatelier Susanne Hofmann


Archiv:
Rückblick alte große Orgel

St. Bonifatiuskirche, Große Orgel
Die Dokumentation über den Zustand der alten großen Orgel stellt Ihnen in Text und Bild anschaulich dar, warum die Notwendigkeit eines Orgelneubaus in St. Bonifatius gegeben ist. Gleichzeitig erhalten Sie einen kleinen Einblick in die Welt des Orgelbaus.
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» Abbau 2012
 


Geschichte unserer großen Orgel

Die heutige große Orgel entstand in zwei Bauabschnitten 1956 (Spieltisch und Rückpositiv in der Emporenbrüstung) und 1965 (Haupt- und Oberwerk vor der Fensterrose, Pedaltürme rechts und links).

Gemäß der Maxime „viele Register für wenig Geld” entstand, ganz dem Zeittrend entsprechend, unsere große Orgel.

Großvolumige Register kosten Geld, also disponierte man sie so sparsam wie irgend möglich und baute sie aus Zink - billigem Material.

Zusätzlich wandte man einen akustischen Trick an und baute die tiefsten zwölf Pfeifen fast aller Grundregister gedeckt und noch enger mensuriert als die restlichen 44 Pfeifen. So sparte man Höhe und Geld, die Klangeinbußen in Kauf nehmend.

Die Pfeifen sind dünnwandig und von enger Mensur: Der Klang ist mager, dünn, spitz, sparsam eben, dazu blass, charakter- und belanglos. Und das ist eigentlich noch viel schlimmer.

Dem Zeitgeschmack geschuldet ist die Verwendung eines extrem niedrigen Winddrucks, was die Volumenarmut des Klangs von vornherein begünstigt. Windkanäle und Bälge sind entsprechend knapp dimensioniert. Auch hier siegte die Sparsamkeit: Pappe und Kunststoff ersetzen das traditionelle massive Holz. Die Windkanäle sind Drainagerohren nicht unähnlich.

Ebenfalls selbstverständlich baute man eine - Geld und Platz sparende - elektrische Traktur, alles andere war unmodern. Selbst hier wählte man die damals gängige billigste Lösung der einfachen Kontaktauslösung im Spieltisch, die jedes Spielgefühl im Ansatz erstickt.

In diesen Qualitätskanon reiht sich das Gehäuse nahtlos ein: Es ist aus Klang absorbierendem Sperrholz. Zudem kontrastiert es bewusst mit der gotischen Architektur des Raumes.

Viel Platz ist auf der Empore verschenkt worden. Sie ist für musikalische Ensemblearbeit, sei es Chor oder Orchester, nicht nutzbar. Diese Aspekte führten nicht zuletzt zu der Entscheidung, eine kleine Orgel in Altarnähe als Chororgel anzuschaffen.


Umstände der Erbauungszeit

Große Orgel, Spieltisch
Die Erbauungszeit unserer großen Orgel ist geprägt von der Suche nach neuen Klangidealen und knappen finanziellen Mitteln.
 

Abkehr von
tradierten Klangidealen

Während dieser Epoche flossen sowohl Klangvorstellungen der musikalischen Avantgarde als auch das ideologisch verklärte, rückwärtsgewandte einzige Ideal der norddeutschen Barockorgel des 17. Jahrhunderts in den Orgelbau ein. Gleichzeitig erreichte der Bedarf nach neuen Orgeln nach dem zweiten Weltkrieg bis dahin nie da gewesene Dimensionen: Zu keiner Zeit in der Kirchengeschichte wurden mehr neue Kirchengebäude - vielfach in Eigenleistung der Gemeindemitglieder - errichtet.
 

Knappe
finanzielle Mittel

Die finanziellen Ressourcen für eine Orgel waren meist knapp. Viele Orgelbaufirmen wandten außerdem neue, billigere, meist unerprobte Materialien an und entwickelten eigene technische Neuerungen, die dem damaligen Stand der Technik entsprachen, sich aber heute als Kostenfalle entpuppen, da solche Kleinserienteile schon lange nicht mehr hergestellt werden.

Bei aller Kreativität bei der Suche nach neuer Klanglichkeit ignorierte man über Jahrhunderte tradierte Techniken und Klangvorstellungen oder man versäumte es, diese gründlich zu erforschen, um sie sich zunutze zu machen. So entstanden viele neue Instrumente mit unausgereifter Technik aus billigem Material, welche klanglich vor allem das Gegenteil der romantischen Großorgel des frühen 20. Jahrhunderts sein sollten: Hauptsache anders, das wie wurde erstaunlich unkritisch hingenommen und war selten konstruktiv.

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Organisten-Urteile

Berufsorganisten benötigen ca. drei Minuten,
um den Wert des Instruments zu erkennen.

In St. Bonifatius fällen sie Urteile wie „danke, ich habe einen Eindruck”, „großer Gott” oder „da ist ja nichts, was inspiriert”, begleitet von Beileidsbekundungen und dem Unverständnis, dass eine solch prächtige Kirche mit einem ganz und gar schäbigen Instrument ausgestattet ist.

Da wöchentlich mit neuen Ausfällen zu rechnen ist, fragen die nebenberuflich tätigen Vertreter-Organisten stets: „Was gibt's Neues?” ... sie haben am meisten zu kämpfen.

Auf die Bemerkung eines Zuhörers, die Orgel klinge im Raum doch recht passabel, entgegnete Diözesan-Kirchenmusikdirektor Drescher treffend: „Aber spielen sie mal auf diesem Ding”.

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Wie kam es zum Plan eines Orgelneubaus?

 

Das Orgelsachverständigen-Gutachten von 2003

Die Pfarrgemeinde wünschte sich von Regionalkantor Ralf Stiewe eine Einschätzung der Instrumentensituation an St. Bonifatius. Nach seinen Schilderungen beauftragte der Verwaltungsrat den bischöflichen Orgelsachverständigen für Oberhessen, Regionalkantor Nicolo Sokoli aus Bad Nauheim, die Orgel zu begutachten.

Dieses bescheinigte eine notwendige Reparatur für ca. 150.000 EUR, ohne dass sich an der mangelhaften musikalischen Qualität wie an der Raumsituation Wesentliches ändern würde. Ein möglicher technischer Neubau wurde auf ¾ der Kosten für einen Orgelneubau taxiert. Bleiben würde auch hier die bescheidene Klanglichkeit.
 

Der Beschluss der Gremien

Logo Perle-der-EmporeBeide Gremien, Pfarrgemeinderat (PGR) und Verwaltungsrat (VWR), beschlossen im Sommer 2003 den Neubau einer großen Orgel.

Um dieses Vorhaben in die Tat umsetzen zu können, wurde im Auftrag der Pfarrgemeinde Ende 2004 der Förderkreis Neue Orgel in St. Bonifatius e. V. gegründet.

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